Erster Stopp: Tankstelle! Motorräder volltanken für circa 0,70€ pro Liter Benzin. Überhaupt empfiehlt sich: Immer direkt volltanken! Wir verlassen Ha Giang City und fahren die Hauptstraße entlang. Straßenverhältnisse in der ersten Stunde: problemlos. An den kommenden Bildern seht ihr aber, dass es irgendwann eine Schotterpiste wurde, nämlich als wir durch ein kleines Dorf der ethnischen Minderheiten entlang des Ha Giang Loops gefahren sind. Das war rückblickend auch tatsächlich die nervigste Straße des gesamten Loops und wir sind sie natürlich direkt zu Beginn gefahren und dachten uns nur: Hoffentlich geht das nicht die nächsten 4 Tage so… 😀 Auf dem ersten Abschnitt unserer Reise erwartet uns auch gleich schon der erste traumhafte Aussichtspunkt an einem Café, den genauen Standort des Cafés finde ich leider nicht mehr, aber das hier ist die Straße, auf der ihr einfach die Augen offen halten müsst. Es ist ein Café mit größerer Aussichtsplattform und Blick in den Canyon. Fahrt ihr wie wir gegen den Uhrzeigersinn, dann kommt das Café relativ zügig, nachdem ihr Ha Giang City verlassen habt, auf der linken Seite.
Der Blick in den Canyon, auf den Fluss und die umliegenden Berge, war wirklich ein toller Auftakt zu unserem Abenteuer in Nordvietnam! Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: dass die klare Sicht, mit der wir den Tag starteten, nicht allzu lange anhalten, denn je höher wir die Berge hinauffahren, desto mehr Wolken, Nebel und Nieselregen ziehen auf. Schön unangenehm auf dem Moped, das ist wohl klar. Fahren wir aber wieder hinab ins Tal, so ziehen die Wolken auch wieder auf und wir genießen jeden Meter der Fahrt mit klarer Aussicht.
Am ersten Tag fahren wir durch eines der lokalen Minderheitendörfer, welche entlang des Ha Giang Loops immer wiederzufinden sind. In diesem Dorf haben wir unseren ersten und einzigen Unfall. “Unfall” ist jetzt vielleicht auch ein bisschen dramatisch ausgedrückt. Aber zumindest haben wir uns einmal samt dem Motorrad auf die Seite gelegt. Nämlich in dem Moment, als ein Hahn die Straße überquerte und Lukas die Vorderbremse zieht… Wir sind langsam und relativ kontrolliert gefallen, aber der kurze Schock und Schmerz in den Knien und Ellenbogen waren trotzdem vorhanden. Kaum sind wir gefallen, stürmten auch die Kinder und Jugendlichen zu uns, nicht etwa um irgendwie behilflich zu sein, sondern schlichtweg um sich als Traube um uns herum zu versammeln und zuzuschauen, wie wir das Motorrad wieder aufrecht hinstellen. Und genau aus solchen Gründen sind wir dankbar für unsere Auslandskrankenversicherung bei der Young Travellers*
