Wir haben uns durch die neusten Kritiken bei Google Maps gewühlt und bei dem Orang-Utan-Reservat sieht man wohl angeblich die Tiere nur während der Fütterung, was bedeutet, dass dann auch die meisten Touristen vor Ort sind und es sehr voll wird. Das Sonnenbär-Reservat sei leider sehr “heruntergekommen”… und es gibt wohl 3 Tiere, die eher manisch hin und her laufen. Zusätzlich zahlt man bei beiden Reservaten extra für Kameras mit großen Objektiven. Es geht nicht um das Geld, wir wollen nicht geizen und nicht verhandeln, vor allem nicht, wenn es den Tieren zugutekommt. Also versteht es nicht falsch, wir lieben Tierschutz und uns liegt das Wohl der Tiere sehr am Herzen, aber bei Worten wie “heruntergekommen” und “extra zahlen für größere Objektive” werden wir sehr misstrauisch und hinterfragen, bevor wir uns entscheiden. In Australien waren wir beispielsweise in einem Koala-Krankenhaus (Koala Conservation Hospital in Port Macquarie – Australien), in dem man keinen Eintritt zahlt, sondern welches auf Spendenbasis läuft. Es gibt keine Interaktion mit den Tieren, und nur die Koalas, die aufgrund unterschiedlichster Krankheiten oder Einschränkungen nicht mehr in die Wildnis gelassen werden können, sind für Touristen sichtbar. Die Koalas, die wieder ausgewildert werden sollen, sind in einem abgetrennten Bereich, und es gibt keinen Zugang. Man merkte sofort, dass das Wohl der Koalas hier an erster Stelle steht. Natürlich ist es schwer, Borneo und Australien zu vergleichen, aber so waren unsere Beweggründe, uns gegen einen Besuch bei den Orang-Utans und den Sonnenbären zu entscheiden.